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Durch die Kritik meines letzten Beitrages angeregt, will ich jetzt einen waghalsigen Vergleich wagen. Ich hoffe, dass ich mir dabei nicht alle Knochen breche, die es gibt. Für Leute, die das nicht verstehen: das muss man im Übertragenen Sinne sehen.

Vergleich zwischen Freiheit und Gott. Freiheit als erstebenswertes Ziel, doch es wird natürlich immer ein Glaube an die Freiheit bleiben. Gott als „Lebensziel“, als Gott einfach, den man spürt und liebt, der Glaube an Gott.

Der Begriff Freiheit weckt in mir die verschiedensten Gefühle. Freiheit ist ein Lebensziel in gewisser Weise. Er ist absolut schwer zu fassen, zu definieren. Freiheit ist weltlich gesehen immer etwas politisches. Ein Gesetz schreibt mir etwas vor, das ich tun muss. Sobald mir etwas vorgeschrieben wird, schränkt das meine Freiheit ein, und sei es das Verbot andere Menschen zu foltern - etwas absolut krankes - so schränkt es doch meine Freiheit ein.

Die absolute Freiheit wird niemand von uns je lebend erreichen. Denn sobald man auf der Erde ist, wird man doch von anderen dingen beeinflusst, das sind absolut banale Dinge. Wenn ich jemanden Laufen sehe, hat das irgendeine Wirkung in mir und fortan werde ich anders sein, wenn auch nur ein klitzekleines Bisschen, dass man selber nicht einmal im traum fassen kann. Wenn man aber z.B. absolut alleine in der Wüste aufwächst, beeinflusst mich das wieder. Also wird man nie einen absolut freien Willen haben.

Freiheit ist für mich etwas erstrebenswertes, eine Hoffnung in der Dunkelheit. Kein Mensch auf dieser erde wird je die volle Freiheit zu spüren bekommen oder sie ausleben können. Man kann sich der Freiheit nur maximal annähern, eine immer freiere Gesellschaft aufbauen, immer ungezwungener werden, und trotzdem wird man nie komplett frei sein.

Allerdings kann ich selbst mitbestimmen, was für ein Maß an Freiheit ich habe (Ich spreche hier momentan nur von der geistlichen Freiheit, also keine Gesetze usw., obwohl das natürlich miteinander zusammenhängt), so kann ich z.B. Behauptungen, die aufgestellt werden, von allen Seiten prüfen, mich selbst damit beschäftigen und auseinandersetzen. Ich werde mir freier meine Meinung dazu bilden, als andere es tun, die sich mit etwas nicht so stark auseinandersetzen.

Man braucht natürlich den Glaube an die Freiheit, um überhaupt etwas in die Richtung verändern zu wollen. Freiheit ist etwas sehr abstraktes.

Nun zu Gott.

Viele Menschen glauben an Gott. Gott ist ein Wesen, das dem christlichen Glauben entsprungen ist. Er ist praktisch die Verkörperung von allem Guten, was es gibt: Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Freiheit, Toleranz, Güte... Praktisch gesehen also etwas Gutes. Menschen glauben an Gott, da es wie ein Paradies ist, ein Licht in der Dunkelheit. Wenn man an etwas glaubt, dann existiert es für einen selber. Für sich innen drin existiert es also. Gott ist etwas Gutes. Wenn man an ihn glaubt, glaubt man an die Gerechtigkeit in der Welt, daran, dass sich Dinge bessern können. Also im Grunde etwas Gutes.

Jetzt kommt mein Contra:

Man sieht Gott als „Gott“, ja als Herrscher über alles, über Licht, über Wasser, über Dunkelheit, einfach über alles. Meiner Meinung nach kann es keine Freiheit geben, solange jemand über einem steht. Denn immer, wenn jemand über mir steht, bin ich an etwas gebunden, denn sonst passiert etwas, das nicht in meiner Macht steht. Wenn Gott alle Gewalt hat, sie aber nie benutzt und nichts macht, dann braucht er diese Gewalt auch nicht. Dann wären wir ja wieder frei und gleich mit allen anderen. Da er aber diese Macht hat, können wir nicht frei sein. Das ist sehr zwiespältig, da er ja das alles verkörpern soll. Der Glaube an Gott bedeutet meiner Meinung nach Unterwerfung. Unterwerfung, da Gott regiert. Menschen, die an Gott glauben, sehen das gewiss ganz anders. Keine Unterwerfung, sondern Liebe zu Gott.

Ich kann diese Ganze Sache außerdem nicht richtig bewerten, da ich nun mal nicht an Gott glaube. Weiterhin vermute ich, dass ich hier einen Riesenunfall gebaut habe Ich empfehle keinem diesen Vergleich zu wagen, ich habs versucht und bin meiner Meinung nach dran gescheitert, lest es meinetwegen, bitte gebt mir kritik zurück!

 

*Nachträglicher Zusatz*

Hab was vergessen aufzuschreiben:

Meiner Meinung nach ist der große Unterschied, dass man sich der Freiheit tatsächlich annähern kann, also real und sie auch ein wenig spüren kann, wähernd hingegen Gott etwas ist, dass wie eine Person ist, Freiheit ist ein Zustand, Gott ist eine herrschende Figur. Allerdings können sicher manche Leute auch Gott spüren.

18.12.06 20:39
 


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